Klitzekleines Update & wie man auf seinem Weg bleibt

Den eigenen Weg gehen

Enthält vielleicht Werbung* I Der Freitag ist vorbei und hier ist schon wieder kein Blogbeitrag erschienen. Aaah! Kann mal jemand ganz kurz die Zeit anhalten, nein, zurückdrehen? Ich schreibe dann kurz, veröffentliche und dann genießen wir alle nochmal einen wunderschönen Freitagabend? Nicht? Ok, dann gibt es heute mal ein klitzekleines Sonntagmorgenupdate (als wenn ich kurz schreiben könnte, aber ich geb‘ ja nie auf):

Freiberuflichkeit – wow, was für ein Auftrag

Aber hallo! Was für ein geniales Hotel, für das ich arbeiten darf (ich werde darüber bestimmt mal ausführlicher berichten). Und was für ein schöner Ort! Ich freu mich jedes Mal, wenn ich da hinfahren darf, drehe laut die Musik auf, fahre vorbei an einer wunderschönen Landschaft und singe so laut mit, dass die Mitarbeiter schon 3 km vor meiner Ankunft wissen müssten, dass ich gleich ankomme. Außerdem verbringe ich unfassbar viel Zeit zu Hause an meinem Computer und freue mich jedes Mal selber wie verrückt, wenn das, was ich mir für das Hotel vorgenommen habe, so funktioniert. Und gut aussieht. Sich gut anfühlt. Oh ja, das ist meins.

Ja, so langsam habe ich das Gefühl, dass sich alles ein bißchen fügt, kennt Ihr das?

Wenn Ihr endlich merkt, warum Ihr dies und das überhaupt erlebt und gelernt habt? Ich habe mich das tatsächlich öfter mal gefragt. Und Ihr glaubt gar nicht, wie oft mich das andere gefragt haben. Mal direkt, häufiger unausgesprochen, z.B. durch Hochziehen ihrer Augenbrauen. Selten wirklich interessiert, meistens verständnislos und herabsetzend. Ja, wie kann man denn nach einem fertigen 2. Staatsexamen nochmal studieren? Ich könnte doch jetzt endlich zu arbeiten anfangen und als Top Anwältin richtig gut Geld verdienen? Da kann man noch so sehr versuchen, ein dickes Fell zu haben, da kann man noch so glücklich am Morgen aufgewacht sein und das Gefühl gehabt haben, sich mit dem Zweitstudium für den richtigen Weg entschieden zu haben. Wenn genügend Leute zweifeln (und die Augenbrauen bis in den Himmel ziehen), kann man nicht umhin, es auch manchmal zu tun – also nicht die Augenbrauen in den Himmel ziehen, das würde mir ja wehtun, sondern zweifeln. Und wie! Ja, warum mache ich das eigentlich? Haben alle anderen nicht vielleicht doch recht?

Zum Glück bin ich drangeblieben

Oh ja, Ihr ahnt gar nicht, welche Hindernisse mir damals in den Weg gelegt wurden, welche „Freunde“ sich gar von mir abgewandt haben, weil sie meine Entscheidung nicht verstehen konnten, wie schwer es war, sich das Studium nebenbei zu finanzieren, dabei noch schwanger zu werden (ach ne, das war jetzt nicht so schwer, sondern schwanger zu studieren, einige Kurse vom 6. Semester schon vorzuziehen, damit ich später mit dem Baby nicht so viele Vorlesungen machen muss und dann noch nebenbei zu arbeiten) und immer wieder zu rechtfertigen, wieso man es tut oder den Leuten, die an einem zweifeln aus dem Weg zu gehen. Aber ich bin dran geblieben. Weil ich doch trotz aller Zweifel morgens aufgewacht bin und gedacht habe, dass ich das schon immer wissen wollte! Wie man Räume einrichtet, Atmosphären schafft, fürs Wohlfühlen sorgt.

Hey, ich arbeite jetzt für ein Hotel

Und nachdem ich dann mit Baby meinen Bachelor gemacht habe, ging das wieder von vorne los. Wieso arbeitest Du denn jetzt in einem Hotel? Im Marketing? Du hast doch jetzt Interior Design studiert… Und dann besuche ich auch noch Seminare zum Thema Qualitätsmanagement, Marketing, Webdesign, Unternehmensführung… Spinnt die nun total? Tue ich das? Ist das mein Weg? Warum kann ich mich eigentlich nicht entscheiden?

Weil es so richtig ist, wie es ist

Weil ich genau jetzt all das brauche. Die Struktur, das Texten, Argumentieren und die Disziplin aus dem Jurastudium, die Kreativität, das Hervorrufen von Atmosphäre und Raumgefühl und die Grafikprogrammkenntnisse aus dem Interior Design Studium, das Wissen um Unternehmensführung, die Hotelabläufe, das Qualitätsmanagement und die Kenntnisse aus dem Webdesign und dem Marketing – für meine Freiberuflichkeit.  Dafür, dass ich nun als Freiberuflerin Hotels bei Ihrem gesamten Außenauftritt unterstütze.

Und jetzt kommt das Beste:

Denn auch, wenn alles gerade ganz schön stressig ist, habe ich endlich ein ganz ruhiges Gefühl in mir. Das Gefühl, dass ich nicht durchgedreht war, weil ich so viele verschiedene Dinge gemacht habe, sondern das Gefühl, dass all das zu meinem Weg gehörte, dass all das wichtig war und seine Berechtigung hatte. Und dass rein gar nichts davon fehlen darf! Oh, Ihr ahnt gar nicht, wie gut das gerade tut. Denn… ja, es waren ja nun fast 20 Jahre, in denen ich dieses Gefühl nicht hatte. Sondern mich – wahrscheinlich viel zu oft – gefragt habe, ob denn nicht die anderen recht hätten und ich verrückt sei.

Okay, das war jetzt kein Update

Und auch kein kleines (wusste ich doch, dass ich das nicht kann). Es war ja eher ein Rückblick, aber zwischendurch dachte ich einfach, dass es vielleicht dem einen oder anderen von Euch auch so geht. Dass Ihr Euch vielleicht auch fragt, ob der Weg, den Euer Herz Euch vorgibt, der richtige ist. Dass Ihr ihn vielleicht bzw. hoffentlich schon geht, aber Euch auch manchmal fragt, ob nicht die anderen recht haben. Dass Ihr nicht genau wißt, wohin der Weg Euch führt. Wenn ich nur einem von Euch ein bißchen das Gefühl geben konnte, dass man weiter dem Herzen folgen sollte, auch, wenn man nicht immer weiß, wohin es einen führt, dann ist es schon genug!

Wie es weiter geht

Wie es weiter geht? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es jetzt im Moment gut so ist. Ich (sogar endlich) mal das Gefühl habe, dass alles richtig ist, so wie es ist. Gleichzeitig bekomme ich andere spannende Anfragen, auch über diesen Blog und ja, meine Leidenschaft fürs Interior ist nochmal wieder ein bißchen mehr entflammt. Ich hätte tatsächlich gerne mehr Zeit, darin einzutauchen, mich wieder mehr damit zu beschäftigen und auch noch mehr zu bloggen. Und ich möchte und muss natürlich auch an meiner eigenen Website für die Freiberuflichkeit weiterarbeiten. Ich habe jetzt einen Auftrag. Was danach kommt, weiß ich noch nicht. Das weiß man aber nie. Aber dass ich die Herausforderungen annehmen werde, dass ich durchhalten und weitermachen werde und dass ich nicht mehr (so) darauf achten werde, wenn die anderen mich dabei für verrückt halten werden, das weiß ich.

Ich wünsche Euch einen zauberhaften Sonntag!

Eure Sori

*Werbung: schreibe ich ab jetzt einfach sicherheitshalber jedes Mal, auch, wenn es sich nicht um Kooperationen handelt. Auch Affiliate Links kennzeichne ich mit einem Sternchen. 

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