Back again! Was für ein Urlaub!

Lifestyle Blog Chiemsee

Enthält Werbung* I Huch, nun war es aber zieeemlich lange still auf meinem Blog. Fast genau einen Monat lang. Und dabei hatte ich mir doch vorgenommen, auch während meines – geplant zweiwöchigen – Urlaubs zu bloggen. Allerdings konnte ich da noch nicht ahnen, dass alles so aufregend und schön werden würde…

Dabei ist eigentlich gar nicht so viel Ungewöhnliches passiert und genau genommen hatte ich noch nicht mal die ganze Zeit so richtigen Urlaub. Vielmehr war ich einfach „nur“ unterwegs und habe währenddessen auch immer mal mehr und mal weniger gearbeitet, aber wenn ich nicht am Computer saß, dann, ja dann war ich draußen.

Auf traumhaft schönen Bergen und in erfrischenden Seen, auf einsamen Pfaden und an Orten mit unfassbar schöner Aussicht.

Wir waren eine Woche lang jeden Abend bei meinem Lieblingsitaliener am Chiemsee, sind mit dem E-Bike zur Kampenwand raufgefahren und am nächsten Tag noch einmal mit der Gondel. Wir haben stundenlang Gleitschirmfliegern beim Start zugeschaut, uns an einem ziemlich imposanten und neugierigen Bullen vorbeigeschlichen und uns natürlich beim Wandern in den Bergen verlaufen. Wir haben in Tirol den (überraschend) sympathischen „Bergdoktor“ getroffen, sind für zwei Tage zum Arbeiten nach Frankfurt und dann, also wie geplant nach 2 Wochen und 2 Tagen, wieder nach Hause gefahren. Dort haben wir die Koffer aus- …und nach vier Tagen einfach wieder eingepackt. Und sind ganz spontan noch einmal für sieben Tage wieder dorthin gefahren, wo wir zuletzt waren, also nach Going am Wilden Kaiser. Ja, wann hätte ich denn da noch bloggen sollen?

Lifestyle Blog Wilder Kaiser
Astbergsee & Wilder Kaiser

Aber ich denke, ich fange einfach mal von vorne an, oder?

Zuerst haben wir unserer Tochter einen Wunsch erfüllt und sind mit ihr – da es auf dem Weg lag – zwei Tage lang im Playmobil FunPark* (bei Nürnberg) gewesen. Und auch, wenn das nicht unbedingt meine Art von Lieblingsurlaub ist, Töchterchen war so glücklich und so dankbar und außerdem kommt es immer darauf an, was man draus macht. Jedenfalls muss ich zugeben, dass nachher auch ich meinen Spaß hatte… 

Am meisten gefreut hatte ich mich da aber schon auf unsere nächste Station: den Chiemsee und dessen Umgebung.

Gebucht hatten wir zwei Nächte im wirklich netten Parkhotel 1888 in Traunstein. Jaha… aber glaubt man nicht, ich konnte das Hotel und die nähere Umgebung dort erkunden. Ne, ne, ne. Da seh‘ ich doch die Berge in der Ferne und schon konnte mich nichts mehr davon abhalten, am nächsten Morgen aus dem Bett zu springen, meine Familie aus dem Schlaf zu rütteln, sie beim Frühstück zur Eile zu drängen und zum mal eben bei Google herausgesuchten Hochfelln zu leiten. Und es ist ja nicht so, dass ich Gondelfahren nicht vom Skifahren gewohnt bin, aber als der Gondelführer der riesigen Gondel (ich dachte, ich steig‘ in einen Bus) sagte, man müsse sich nun festhalten, gleich schaukelt’s ordentlich und unter einem kommt erst lange Zeit nichts und dann nur Fels und dann geht’s hin und her und hin und her, ja, das ist schon lustig. Wir hatten aber sowieso geplant, zu Fuß wieder ins Tal zu wandern. Ich finde ja, dass Gondelfahren schon Spaß macht, aber nur mit der Gondel, das wäre nichts für mich. Denn zu Fuß, da sieht, hört und entdeckt man so viel mehr. Blütenmeere am Bergeshang, kleine Wasserfälle, Höhleneingänge, laute Dohlen, die, wenn der Adler kommt, ganz plötzlich ganz leise werden und tatsächlich doch kletternde Kühe…

Chiemgau Alpen Wandern

Oh, Ihr seht schon, ich könnte wahrscheinlich 5 Blogbeiträge aus unserem Urlaub machen, wenn ich mich so in Details verliere, also versuch‘ ich mal, mich kürzer zu fassen. 

Jedenfalls zog es mich auch am nächsten Tag – obwohl ich ja eigentlich nur zum Chiemsee wollte – wieder zu den Bergen. Diesmal zur Kampenwand.

Mit dem E-Bike wollte ich da hoch. Ich. Deren höchste Neigung normalerweise unsere Auffahrt ist. Und die ist ganz flach.

Wir haben uns bei Happy Trails in Aschau E-Bikes gemietet und die waren von Specialized. Und woaaaah! Das seien wohl die Porsches unter den E-Bikes und genau so hat es sich angefühlt. Ist das ein mega cooles Gefühl, mit einem solchen Bike den Berg raufzufahren. Bis man irgendwann nach 3 Stunden mal anhält und zurückschaut. Und realisiert, dass man da ja auch wieder runter muss. Ups! Ja, ich hab‘ dann auch ein bißchen geschoben… aber toll war der Tag. M-e-g-a-t-o-l-l. Und lieber Weihnachtsmann, sollte es Dich geben, ich hätte da so einen kleinen Wunsch… 

Mit dem E-Mountainbike zur Kampenwand

E-Bike Chiemgau

Und weil es so schön war, da oben auf der Kampenwand, sind wir am nächsten Tag gleich nochmal hoch. 

Dieses Mal mit der Gondel und es war wieder traumhaft. Wir konnten die Loferer Steinberge und den Wilden Kaiser sehen (an beiden Orten waren wir schon Skifahren), sind umhergewandert, haben gepicknickt, dabei kleine blaue und rote Punkte ganz oben in den Felsen, also Kletterer, entdeckt und uns am Ende auf die Wiese gesetzt, wo die Gleitschirmflieger starteten.

Wandern bei der Kampenwand

Gleitschirmflieger

Toll sah das aus, wie sie losliefen, abhoben und sich weit in die Höhe schraubten. Analysiert haben wir alles und fasziniert festgestellt wie dünn die Seile doch sind, an denen man dort hängt. Und schon war es nach 19 Uhr. Ups!

„Einen guten Abstieg“ hatte uns der letzte Gleitschirmflieger noch gewünscht und dabei erstaunlicherweise irgendwie anerkennend gelächelt.

Gelächelt haben wir auch. Bis wir nach 45 Minuten bemerkten, dass wir noch nicht so weit unten waren wie erhofft. Bis wir realisierten, dass man tatsächlich manchmal richtig absteigen muss und nicht nur entspannt herunterspazieren kann, bis wir merkten, dass die eine Kuh irgendwie meinte uns zeigen zu müssen, auf ihrem Hang sei jetzt mal Feierabend für die Wanderer, bis es im Wald dunkel wurde, man den Weg kaum noch sehen konnte und das Tal noch so weit weg war… aber wir haben es geschafft und waren exakt 1 Minute vor Küchenschluss bei meinem Lieblingsitaliener am Chiemsee. Dem Al Dente in Chieming. Nirgends kann man schöner wirklich leckere Pizzen & Pasta essen und dabei auf den Chiemsee und die Alpen dahinter blicken (am besten vor 18 Uhr oder nach 20 Uhr hinfahren, um einen Tisch direkt am Ufer zu bekommen oder wie wir eine Minute vor Schluss 😉 ). 

Wandern bei der Kampenwand

Abstieg von der Kampenwand

Sonnenuntergang am Chiemsee
Chiemsee

Wie gut,…

…dass wir uns am nächsten Tag im Hotel Eichenhof (das wir auch für 2 Nächte gebucht hatten) erholen konnten, ein ganz freundliches, ruhiges Hotel, mitten im Grünen gelegen, mit toller Frühstücksterrasse und es ist direkt am Waginger See mit eigenem kleinen Strand und dort gibt’s auch noch WLAN. Ich habe also entspannt auf der Liege mit dem Laptop auf dem Schoß ein bißchen gearbeitet, während Mann & Töchterchen badeten, Paddelboot fuhren, Fische entdeckten usw. 

Tag 7… und wir wollten weiter ins Berchtesgadener Land.

Hatten wir jedenfalls zuerst so geplant, aber auch, wenn wir bisher jeden Abend noch am Chiemsee waren und dort gebadet haben (bis auf den einen Abend), Pizza oder Pasta und den Sonnenuntergang genossen hatten, so wollte ich da noch nicht weg. Wir waren also die nächsten beiden Tage tagsüber nur kurz am Königssee, am faszinierend grünen Saalachsee, in der Wimbachklamm und auf Wunsch meiner Tochter noch einmal im Freizeitpark Ruhpolding (der übrigens überraschend nett – da im Wald – ist… und kennt Ihr das Spiel Looping Louie, das gibt’s da in riesengroß und das ist wirklich lustig) und sind abends wieder an den Chiemsee gefahren… das übliche Programm: erst Baden, dann Pizza (oder Pasta) bei Al dente und dann Sonnenuntergang mit Eis. Zum Hotel mussten wir dann zwar wieder nach Piding, aber das war mir mein abendlicher Besuch am Chiemsee wert. 

Chiemsee

Chiemsee Sonnenuntergang

Der nächste Halt war Going am Wilden Kaiser.

Wir waren im Winter mal dort zum Skifahren und ich wollte doch unbedingt mal wissen, ob es wahr ist, was mir dort jemand auf der Piste erzählt hat: im Sommer seien die Berge nicht schön, es gäbe nur platte Wiesen, kaputt vom Skifahren, matschig und nichts würde dort mehr wachsen. Okay. Der wollte wohl Going im Sommer (verständlicherweise) ganz für sich alleine haben, denn wuuuuhaaaa! Ist das schön da! Der Wilde Kaiser sieht aus wie ein megafaszinierendes Poster, so unbegreiflich schön, kraftvoll, irgendwie unantastbar und doch so nah. Ich bin so oft beim Wandern einfach unerwartet stehen geblieben, habe in Kauf genommen, dass Mann, Tochter und Hund einfach in mich reinlaufen und habe raufgeschaut. Ist das ein Traum! Tut das gut, dort hinzublicken! Den Augen, der Seele, das geht bis ganz tief ins Herz! Wir hatten spontan eine Pension vor Ort gebucht, weil wir es ehrlich gesagt zu Hause nicht geschafft hatten, etwas zu suchen, und wir hatten gleich Glück. Direkt am Hang, ruhig gelegen, eine ganz liebe Vermieterin. 

Wilder Kaiser
Wilder Kaiser

Eine überraschend tolle Energie hat dieser Mann, kennt Ihr sowas? 

Und auf der Suche nach der Pension, also am ersten Tag dort, standen an dem einem Ort, dort, wo wir parkten, ganz viele Transporter und LKWs und ein Pavillon. Und während ich irgendwie meinte, ein paar hundert Meter weiter an einem Haus, ein Kamerateam zu entdecken und belustigt feststellte „Schaut mal, wie cool, da hinten wird bestimmt der Bergdoktor gedreht“, meinte mein Mann nur trocken „da vorne steht doch dieser Bergdoktor“. Klar, Schatz, ich fahr‘ einmal nach Going und treff‘ am ersten Tag zufälligerweise… ups. Das war kein Witz. Da stand er wirklich. Der Hans Sigl, von dem ich dachte, der wäre ob seines Erfolges bestimmt inzwischen ein megaarroganter Typ. Eigentlich, so glaube ich, bin ich ja wirklich selten voreingenommen, aber da hatte ich mich schön selbst ertappt, andernfalls wäre ich doch nicht so überrascht gewesen, wie freundlich, sympathisch und humorvoll er doch ist. Und nachdem ich ihn ausgefragt hatte, was wir uns dann in der Nähe so alles anschauen sollten (immerhin ist er bei seinen Dreharbeiten in der Gegend ja viel rumgekommen), war ich irgendwie ziemlich happy und voller Pläne für die nächsten Tage.

Was für eine Gegend!

Dank ihm, also Hans Sigl, waren wir also die nächsten Tage jeden Abend am Badesee in Going, ein paar Mal am traumhaft klaren Hintersteiner See, haben Hexenwasser getrunken und sind Richtung Treffauer gewandert (irgendwann will ich da nochmal ganz rauf, dann aber lieber mit Bergführer). Und zwischendurch haben wir auch hier per E-Bike die Gegend erkundet, dieses Mal schon viel geübter als noch im Chiemgau. Und das erste Mal auf dieser Reise kam ich irgendwie mehr zur Ruhe, nahm‘ die Umgebung noch intensiver war und spürte eine ganz tolle Kraft in mir erwachen. Ich liebe den Anblick der Berge, der Seen, der Häuser (mit teilweise superschöner Architektur), der Bergwiesen und der Almkühe. Die Zeit dort tat wirklich unfassbar gut, auch, wenn der Bulle, der bei dem einen Abstieg mitten auf dem Weg stand, meinen Puls zwischendurch noch einmal wieder ordentlich in die Höhe getrieben hatte. 

Hintersteiner See
Hintersteiner See

Der letzte Tag unserer Reise…

…(also sozusagen vom ersten Teil unserer Reise) war wieder ein Wunscherfüllungstag für unser Töchterchen. Therme Erding, wenn wir schon in der Nähe sind und ja, so endete die Reise wie sie begonnen hatte… es ist nunmal, was man draus macht ;-). 

Zwei Tage war ich in Frankfurt zum Arbeiten, anschließend ging es nach Hause, die Köpfe voller wunderschöner Bilder.

Und eins wollte uns nicht loslassen: Going.

Und so packten wir zu Hause aus, stellten die Waschmaschine an und fragten uns, warum wir nicht noch dort seien. Dort, in Going am Wilden Kaiser. An dem Ort, wo wir uns eben gerade noch so wohl gefühlt hatten. Na gut, ein bißchen war es auch die Überlegung, unserer Tochter noch einen Wunsch zu erfüllen. Sie hatte in Ellmau (neben Going) von einem Workshop mit einer der Schauspielerinnen vom Bergdoktor gehört und wollte unbedingt mitmachen. Und warum eigentlich nicht?

Hintersteiner See

Und so packten wir vier Tage später wieder,…

…erst fuhr ich alleine los, weil mein Mann keinen Urlaub bekommen hatte, dann konnte er doch nachkommen und so verbrachten wir noch eine Woche mit diesem unglaublich tollen Blick auf den Wilden Kaiser. Vormittags gingen Mann und Töchterchen baden und ich arbeitete (es hatte sich doch ganz schön etwas aufgestaut), mittags holten mich die beiden ab und wir gingen gemeinsam an den Badesee. Am frühen Abend hatte meine Tochter Workshop und ich habe wieder ein bißchen gearbeitet und festgestellt: da, mit dem Blick auf die Berge, arbeitet es sich u.n.g.l.a.u.b.l.i.c.h. toll! 

Wilder Kaiser Astberg

Das tat nochmal gut! 

Insofern war die zweite Woche in Going eher ruhig, dafür aber noch stärkender und als ich letztes Wochenende nach Hause kam, da war’s ok, da war ich wie vollgetankt. Und glücklich. Trotz der Arbeit in meinem Urlaub (wobei ich das in Zukunft auch mal ändern werde). 

Ich weiß gar nicht, ob Euch dieser Reiseblogbeitrag gefällt und ehrlich gesagt wusste ich vorhin selber nicht genau, wie er wird und was ich schreiben möchte, aber dann fing ich vorhin an und zack… nun bin ich schon am Ende. Wenn es Euch nicht gefallen haben sollte, keine Panik, ab nächste Woche geht’s wieder mit Interior weiter. Und wenn doch, dann freut es mich! Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, Euch von dieser Reise zu berichten und damit selbst noch einmal auf die tollen letzten vier Wochen zurückzublicken. 

So, und jetzt mache ich etwas ganz altmodisches. Ein großes und dickes Fotobuch von unserem Urlaub. Oh, ich freue mich drauf, mir nun noch einmal alle Bilder anzuschauen und die besten auszusuchen…

Euch wünsche ich einen wunderschönen, abgekühlten Sonntag und dass Ihr auch etwas macht, das Euch ganz viel Spaß macht. 

Eure Sori 

Chiemsee
Chiemsee

*Werbung schreibe ich sicherheitshalber, da ich einige Marken, Orte und Unternehmen nenne und beschreibe, wie begeistert ich davon bin. Bezahlt habe ich meinen Urlaub allerdings komplett selbst und auch sonst keine Vorteile in Anspruch genommen. 

chiemsee-chiemgau-urlaub-blog

 

wilder-kaiser-tirol-urlaub2018

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2 comments

  1. Liebe Sori, nun kam ich endlich dazu mal richtig nachzulesen. Ich hatte ja nur den Teaser auf FB gesehen. Morgen geht’s für uns los und ich muss sagen, nach Deinem Beitrag, habe ich jetzt noch mehr Vorfreude in mir. Danke für die tollen Zeilen, das Mitnehmen auf die Reise, die Berge, die Seen und die Pizza.

    Ganz herzliche Grüße – Nadine

    1. Liebe Nadine, vielen Dank für Deinen Kommentar und ich freu‘ mich, dass ich Deine Vorfreude wecken konnte! Nun bist Du ja schon am wunder-wunder-wunderschönen Chiemsee und ich denke mal, inzwischen paddelst Du hochprofessionell über den See 😳🏄‍♀️😂?! Bin ganz gespannt auf weitere Bilder (und Geschichten) auf IG und Facebook und vielleicht geht’s für Euch ja mal zu al dente und wenn ja, dann denk‘ an mich 🍕😍. Ganz liebe Grüße und noch ganz viel Spaß, Sori

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